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GitHub-Mark

Allgemein
01. Oct 2014
Kommentare: 2

Github als Arbeitgeber

Kategorien: Allgemein | 01. Oct 2014 | Kommentare: 2

Ich bin einer der optimistischen Menschen, die hoffen, dass unsere Generation an Webentwicklern in unserer Gesellschaft den Begriff Arbeit und was es im Leben des Einzelnen bedeutet verändern kann.

Wir befinden uns in einer aufregenden Zeit. Unser Know How ist einem ständigen Wandel unterworfen. Die Expertise, die man vor 2 Jahren hatte, kann bereits morgen hinfällig sein, weil ein neues shiny Github-Repo auftaucht, das mal wieder alles verändert.

Das kann beängstigend sein, sicherlich. Vor allem sorgt es aber für diesen konstant wehenden, frischen Wind, der sich auch durch Firmenkulturen im In- und Ausland zieht.

Dropbox

Das jüngste Recruiting-Video von Dropbox baut auf Humor und versucht viel eher eine Gesinnung zu vermitteln statt dem klassischen Karriere, Geld und Sicherheit hinterherzuhecheln. Und Perks ist das neue Buzzword. Perks, Perks, Perks. Was kann eine Firma tun, um Anreize für talentierte Entwickler zu schaffen?

Github

In Episode 187 des Webdev-Podcasts Working Draft spricht Mike Adolphs über seinen Job bei Github. Ich fand das Produkt Github schon länger ziemlich dufte, wusste aber nicht, dass die Firmenphilosophie derart awesome ist.

So haben die Githubber selbst bei einer Firmengröße von knapp über 100 Leuten komplett auf Management verzichtet. 75% der Mitarbeiter arbeiten Remote. Die Arbeitszeiten sind entsprechend flexibel. Dazu ist man niemandem Rechenschaft über die eigene Arbeitsleistung schuldig, da man sich als ein großes Team versteht. Wer bei Github arbeitet, handelt danach, was für Github positiv ist.

Das Adjektiv “positiv” ist hier breit gefächert. Von einem Besuch des Headquarters in San Francisco bis hin zum kleinen Sideproject kann sich vieles positiv auf den einzelnen Mitarbeiter und somit auch auf Github als Ganzes auswirken.

Konsequenzen für den Rest der Welt

Es gehört eine gehörige Portion Mut und Vertrauen dazu, ein solches Selbstverständnis zu etablieren und seinen Mitarbeitern derart viel Kontrolle und Verantwortung zu überlassen. Doch es scheint zu klappen. Sicherlich spielt Venture Capital hier eine große Rolle als Stütze für ein solches nicht ganz risikofreies Unterfangen. Dennoch zeigt das Beispiel Github, dass diese neueren, freiheitlicheren Modelle durchaus funktionieren können, auch wenn auf den ersten Blick betrachtet viel Missbrauch ermöglicht wird.

Aber das sollte es doch wert sein, oder? Was bitte kann man als Arbeitgeber mehr wollen, als Mitarbeiter, die ein glückliches Leben führen, den Job als Teil dessen sehen und von sich aus im Interesse der Firma handeln?

Die komplette Podcast-Episode gibt es im Web, als Direktdownload oder im Podcast-Feed. Der meiner Meinung nach interessanteste Teil startet ab Minute 28.

Autor: Enno

Ich bin Enno. PHP ist mein Ding, aber auch alles Neue rund um die Themen HTML5, CSS3 & Co finde ich interessant. Ich mag es Leuten zu helfen und mein Wissen weiterzugeben. Sollte dir mein Beitrag gefallen haben, lass doch nen Kommentar da oder benutze einen der Social Buttons, um deinen Dank auszudrücken ;)

Kommentare (2)

  1. Das mit den Arbeitsverhältnissen bei GitHub finde ich interessant. Vor allem ist es etwas, was mal nichts mit Webentwicklung an sich zu tun hat, aber dennoch die meisten Webentwickler egal in welchem Gebiet interessieren könnte, da GitHub hier nahezu jedem ein Begriff sein dürfte. Scheint wohl von der Verhältnissen mehr in Richtung Selbständigkeit zu gehen, nur dass man sich als kleines Teil einen großen Ganzen versteht, und auch nicht auf eigene Rechnung arbeitet. Gleich mal auf Twitter geretweetet ;-)

    • Rechtlich gesehen ist es quasi Selbstständigkeit ja. Aber eigentlich bist du fester Teil eines Teams, nur eben mit einem Maß an Flexibilität, das man nur Selbstständigen kennt. Fetzt schon.