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Sequel Pro - MySQL-Datenbank-Verwaltungs-Tool

PHP, Server & Config
13. Nov 2011
Kommentare: 2

Sequel Pro als sexy phpMyAdmin-Ersatz

Kategorien: PHP, Server & Config | 13. Nov 2011 | Kommentare: 2

Als ich euch im letzten Blogpost mit Infos dazu versorgt habe, wie man unter Lion am besten einen lokalen Webserver ohne fertige All-In-One-Lösungen zum Laufen bekommt, habe ich etwas wichtiges vergessen. Unter MAMP und XAMPP wurde phpMyAdmin, das bevorzugte grafische Interface zur Datenbank-Verwaltung, mitgeliefert. Was aber, wenn man den ganzen PHP- und MySQL-Wulst nun fein manuell installiert hat? There’s an app for that!

Was ist Sequel Pro?

Genau das, was jetzt fehlt: ein Programm, das uns nicht-so-ganz-to-the-Bone-Codern ein grafisches Interface liefert, um schauen zu können, was so alles in unseren lokalen (nicht nur, dazu aber gleich mehr) MySQL-Datenbanken passiert. Ein – meiner Meinung nach – besseres phpMyAdmin. Allerdings gilt: wenn du keinen Mac hast, dann hast du keinen Mac. Für Windows wird oft HeidiSQL empfohlen.

 

Sequel Pro - Inhaltsansicht

Sequel Pro - Inhaltsansicht

Hier geht’s zum kostenfreien Download von Sequel Pro. Für das Programm wär ich mehr als bereit Geld zu bezahlen. Einfach, weil es das tut, was es soll, und dabei auch noch recht gut aussieht ;)

Start

An dieser Stelle soll mal erwähnt sein, dass Sequel Pro ganz bestimmt nicht primär dafür geschaffen wurde, nur die lokalen Datenbanken zu checken. Ihr könnt damit quasi jede MySQL-Datenbank, auf dir ihr von extern Zugriff habt, inspizieren. Da ich hier Sequel Pro im Zuge des Erstellens einer lokalen Testumgebung abfrühstücke, werde ich allerdings primär diesen Bereich beleuchten.

Schauen wir uns also das Start-Fenster mal an:

Start-Fenster – Verbindung zum localhost

Start-Fenster – Verbindung zum localhost

Wie ihr sehen könnt, habe ich meinen ersten und einzigen Favoriten bereits angelegt. Die Einstellungen sollten bei euch so oder so ähnlich auch passen.

Nach dem Verbinden…

… steht euch die ganze Schar an Möglichkeiten zur Verfügung, die Sequel Pro bietet :P

Erstmal müsst ihr links oben im Dropdown – passenderweise mit „Datenbank auswählen“ betitelt – genau das tun. Solltet ihr keine haben, müsst ihr diese selbstredend zuerst mal anlegen.

Habt ihr euch für eine eurer zahlreichen Datenbanken entschieden, werden links alle Tabellen aufgelistet. In der unteren Leiste seht ihr nun ein paar Icons, mit denen ihr die gängigen Operationen ausführen könnt:

  • hinzufügen
  • umbenennen
  • leeren und löschen
  • exportieren

Ihr könnt euch sogar das CREATE TABLE Statement anzeigen lassen und ggf. kopieren. Nützlich!

Über das kleine Icon mit dem nach unten gerichteten Pfeil könnt ihr euch auch die ein oder andere Information über die gewählte Tabelle anzeigen lassen (Zeilen, Größe, auto-increment-Wert, etc.).

Struktur einer Tabelle

Die könnt ihr herausfinden, indem ihr eine Tabelle anklickt und auf das entsprechend beschriftete Icon klickt. Daraufhin bekommt ihr die einzelnen Spalten, deren Eigenschaften und die aktuellen Indizes angezeigt.

Tabellenstruktur in Sequel Pro

Tabellenstruktur in Sequel Pro

Alles ist dabei editierbar. Und usability-technisch ist das recht fein umgesetzt. Werte wie „Erlaube Null“ können aufgrund ihrer true/false-Beschaffenheit per Checkbox manipuliert werden. Andere Felder mit mehreren Auswahlmöglichkeiten wie „Extras“ werden über ein Dropdown beeinflussbar gemacht. Alles sehr clever und intuitiv gelöst. Genau das, was der sonst so abstrakten Datenbank-Schicht fehlt.

Inhalt einer Tabelle

Auch die Ansicht der Inhalte einer Tabelle gefällt mir durch und durch. Per Doppelklick ist jeder Wert änderbar. Auch die Filterfunktion ganz oben ist Bombe um mal schnell den ein oder anderen spezifischen Datensatz auszulesen.

Inhaltsansicht

Inhaltsansicht

Über das Zahnrad-Icon am unteren rechten Rand lassen sich Ergebnisse sich auch begrenzen (LIMIT). Danach kann natürlich auch zwischen den Seiten gesprungen werden.

Beziehungen, Information und Abfrage

Das sind die restlichen Fenster. Wenig spektakulär, eher genau das was man erwartet. Und das ist gut so.

Für InnoDB-Engines kann man sich die Beziehungen und Fremdschlüssel einer Tabelle anzeigen lassen. Unter „Informationen“ finden sich eben solche. Unter anderem auch noch einmal das CREATE TABLE-Statement.

Informationen über eine Tabelle

Informationen über eine Tabelle

Eigene SQL-Queries lassen sich dann im Fenster „Abfrage“ abschießen. Bei mehreren Abfragen wird der aktuelle Fortschritt angezeigt. Modern. Außerdem bekommt ihr schickes Syntax-Highlighting.

Benutzer und Konsole

Die Benutzerverwaltung könnte kaum intuitiver vonstatten gehen. Links hat man alle Benutzer aufgelistet, kann entsprechend Neue hinzufügen sowie die Daten Vorhandener bearbeiten. Man kann global Rechte vergeben oder DB-spezifisch.

Die Benutzeransicht

Die Benutzeransicht

Wer sehen will, welche Abfragen das Programm jeweils im Hintergrund abgefeuert hat, der kann sich in der „Konsole“ einen Überblick verschaffen. Da hier mitunter einiges zusammen kommt, könnt ihr auch hier Filter anwenden.

Fazit

Wie man vermutlich merkt, bin ich mächtig beeindruckt von dem kleinen Programm. Ohne mit Features zu protzen, sind die nötigsten Funktionen intuitiv umgesetzt und kommen in einem angenehm schlanken Interface daher – eigentlich genau wie es sein sollte. Dazu ist der Bums auch noch kostenlos.

All jenen, die ihre SQL-Abfragen eben nicht ins Terminal jagen, kann ich dieses Programm nur nahelegen. Auch solchen, die – wie ich – Fans von Keyboard-Shortcuts sind. Sequel Pro ist als zusätzliches Schmankerl nahezu komplett über die Tastatur steuerbar. Na wenn das nix is ;)

Autor: Enno

Ich bin Enno. PHP ist mein Ding, aber auch alles Neue rund um die Themen HTML5, CSS3 & Co finde ich interessant. Ich mag es Leuten zu helfen und mein Wissen weiterzugeben. Sollte dir mein Beitrag gefallen haben, lass doch nen Kommentar da oder benutze einen der Social Buttons, um deinen Dank auszudrücken ;)

Kommentare (2)

  1. Danke für den Beitrag. Hatte nach der Deinstallation von MAMP nach einer ansprechenden Alternative gesucht.
    Danke.